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Kooperationen und Austausch

Die Zeit, konkrete Maßnahmen zugunsten der eigenen Klimaneutralität zu unternehmen drängt. Gleichzeitig sind die Rahmenbedingungen für eine nachhaltige Transformation des Gesundheitssektors nicht ideal. Dass es dennoch funktionieren kann, haben bereits einige engagierte Pioniere bewiesen. Um von diesen Erfahrungen zu profitieren, muss das vorhandene Wissen gebündelt und für die Breite verfügbar gemacht werden. Kooperationen in brancheneigenen und -übergreifenden Zusammenschlüssen helfen, das vorhandene Wissen und neue Erkenntnisse zu verbreiten.

Die Hälfte bezeichnet gerade branchenübergreifende Initiativen als wichtig für die klimaneutrale Gestaltung der Organisation. Kooperationen mit Forschungseinrichtungen und mit Vertretern der eigenen Branche sind zudem für annähernd die Hälfte der Befragten relevant. Neben eindeutigen gesetzlichen Rahmenbedingungen ist es notwendig, die Kräfte im Gesundheitssektor zu bündeln und auf konkrete Umsetzungskonzepte zu fokussieren. Dazu wäre es wünschenswert, dass sich die Akteure in Sektorinitiativen zusammenschließen, um Synergien zu nutzen und mit einer abgestimmten Agenda die nachhaltige Transformation im Gesundheitssektor entschlossen voranzutreiben.

Eine gemeinsame Agenda

Kooperationen ermöglichen nicht nur den Austausch von Wissen und praktischer Erfahrung. Sie bilden die Basis für eine gemeinsame Agenda. Anhand einer solchen Agenda lassen sich Probleme beschreiben, Ziele definieren und Handlungsfelder ableiten. Einigen sich alle Akteursgruppen des Gesundheitssektors darüber hinaus auf eine gemeinsame Strategie, ebnet dies den Weg für Synergien und erleichtert das Auftreten gegenüber der Politik.

Für wie wichtig halten Sie die folgenden Kooperationen/Initiativen, um die eigene Organisation klimaneutral zu gestalten?; in Prozent der Befragten; n = 551 (2022)

Quellen: BARMER, F.A.Z. Institut

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Gemeinsam das Klima schützen

Das Gesundheitswesen steht beim Klimaschutz am Anfang. Prof. Dr. Christoph Straub, Vorstandsvorsitzender der BARMER, fordert im Interview dazu auf, Nachhaltigkeit höher zu priorisieren und eine gemeinsame Agenda zu entwickeln.