Die Studie Smart City Matters basiert auf einem Methodenmix aus qualitativen und quantitativen Verfahren. Ziel war es, sowohl qualitative Einblicke in die Erfahrungen und Perspektiven zentraler Akteure zu gewinnen als auch eine quantifizierte Bestandsaufnahme über den Stand und die Dynamik von Smart-City-Initiativen in Deutschland zu zeichnen. Die Ergebnisse beider Ansätze werden in der Studie getrennt dargestellt und ermöglichen im Zusammenspiel ein differenziertes Gesamtbild.
Foto: greenbutterfly – stock.adobe.com
Tiefeninterviews
Für den qualitativen Teil der Untersuchung wurden insgesamt 19 leitfadengestützte Tiefeninterviews durchgeführt. Die Gespräche dauerten bis zu 90 Minuten und boten Raum, die Fragestellungen rund um das Thema Smart City differenziert zu beleuchten. Befragt wurden fünf Vertreter aus vier internationalen Städten und zwölf Vertreter aus zehn deutschen Städten und Gemeinden sowie neun Gesprächspartner von fünf Unternehmen und Institutionen, die aktiv an der Entwicklung von Smart-City-Lösungen beteiligt sind oder entsprechende Strategien umsetzen.
Die Interviews mit den internationalen Stadtvertretern wurden transkribiert, ins Deutsche übertragen und in verdichteter Form als Wortlautinterview aufbereitet. Nach demselben Verfahren wurden auch die Gespräche mit den Unternehmens- und Institutionsvertretern bearbeitet – hier entfiel lediglich die Übersetzung. So konnten die länderspezifischen Perspektiven ebenso wie die Sichtweisen der Lösungsanbieter sprachlich zugänglich und zugleich systematisch vergleichbar gemacht werden.
Für die Interviews mit deutschen Stadtvertretern wurde ein anderer Ansatz gewählt: Hier lag der Fokus auf der analytischen Auswertung. Die erhobenen Aussagen wurden entlang der zentralen Fragestellungen strukturiert und in thematische Cluster überführt. Auf diese Weise entstanden die qualitativen Ergebniskapitel Ziele, Hürden und Lösungsansätze, die den Diskurs der deutschen Städte verdichtet abbilden. Aussagekräftige Zitate wurden als Wortlautpassagen in die Ergebnisdarstellung integriert, um den inhaltlichen Kern der Argumentationen präzise und authentisch wiederzugeben.
Onlinebefragung
Ergänzend zum qualitativen Vorgehen wurde eine standardisierte Online-Befragung durchgeführt. Insgesamt nahmen 236 Entscheider aus der Kommunalverwaltung sowie aus kommunalen und kommunalnahen Unternehmen in Deutschland teil. Ziel war es, den Verbreitungsgrad von Smart-City-Projekten zu erfassen, bestehende Hürden zu identifizieren und die Rahmenbedingungen der Finanzierung sichtbar zu machen.
13 Prozent der Befragten arbeiten in Kommunen mit weniger als 5.000 Einwohnern, 27 Prozent in solchen mit 5.000 bis unter 20.000 Einwohnern (Kleinstädte), 28 Prozent in solchen mit 20.000 bis unter 100.000 Einwohnern (Mittelstädte) und ein Drittel in Großstädten mit 100.000 oder mehr Einwohnern. 25 Prozent der Befragten aus letztgenannter Kategorie arbeiten in Städten mit weniger als einer halben Million Einwohnern, 8 Prozent in solchen mit einer halben Million oder mehr Einwohnern.
Einwohnerzahl der Städte und Kommunen; in Prozent der Befragten; n = 236
Quellen: Deloitte, MobilityMindz, #svm/F.A.Z. Business Media | research