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Künstliche Intelligenz in der Marktforschung

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Künstliche Intelligenz (KI) wird die Marktforschung in den nächsten Jahren grundlegend verändern. Die Technologie sorgt bereits jetzt für schnellere Analysen, tiefere Einblicke und eine effizientere Nutzung von Ressourcen.
Doch nicht in jedem Anwendungsfeld entfaltet KI ihr volles Potenzial. Ein genauer Blick auf Chancen und Grenzen zeigt, wo sich der Einsatz lohnt – und wo traditionelle Methoden weiterhin unverzichtbar bleiben.

Stärken und Mehrwert von KI in der Marktforschung

1. Beschleunigte Datenverarbeitung und -analyse
KI-Systeme sind in der Lage, große Datenmengen in kürzester Zeit zu analysieren. Dadurch verkürzt sich der Zeitraum von der Datenerhebung bis zur Ergebnispräsentation erheblich. Besonders bei der Auswertung von Befragungen, Social-Media-Daten oder offenen Textantworten bieten KI-Tools einen deutlichen Effizienzgewinn.

2. Mustererkennung und Prognose
Durch KI-Tools lassen sich Trends, Zielgruppen und Stimmungsbilder schneller identifizieren als mit klassischen Methoden. Im Rahmen von Studienprojekten kann Künstliche Intelligenz helfen, relevante Entwicklungen frühzeitig sichtbar zu machen.

3. Automatisierung standardisierter Prozesse
Routineaufgaben wie Datenbereinigung, Codierung offener Antworten oder die Erstellung von Standard-Reportings werden durch KI effizienter. Dies entlastet Teams und schafft Freiräume für strategische und kreative Tätigkeiten rund um das Studiendesign. Zudem sind KI-gestützte Analysen problemlos auf verschiedene Datenquellen und Marktsegmente anwendbar. Dadurch lassen sich auch sehr große oder heterogene Datenbestände effizient auswerten und individuelle Insights generieren.

Erfahren Sie mehr darüber, wie Sie Studienergebnisse öffentlichkeitswirksam aufbereiten.

4. Neue Möglichkeiten im Pre-Testing und in der Markenforschung
KI-Tools ermöglichen auch das systematische Pre-Testing von Werbemitteln oder die Analyse von Markenwahrnehmung auf Basis großer Datenmengen. Dies ermöglicht eine leichtere Kombination von quantitativen und qualitativen Ansätzen.

Das Bild zeigt eine digitale Darstellung eines Netzwerks. Durch eine Lupe wird eine Figur im Netzwerk hervorgehoben.
Prozesse können mit KI beschleunigt werden. Foto: Miss Irine – stock.adobe.com

Grenzen und Herausforderungen beim Einsatz von KI

1. Datenqualität und Bias
Die Leistungsfähigkeit von KI in der Marktforschung hängt entscheidend von der Qualität und Vielfalt der zugrundeliegenden Daten ab. Fehlerhafte, unvollständige oder verzerrte Datensätze führen zu fehlerhaften Analysen und Prognosen. Zudem können KI-Algorithmen bestehende Verzerrungen verstärken, wenn sie auf unausgewogenen Trainingsdaten basieren. In der Zusammenarbeit mit spezialisierten Entscheidergruppen, sind Daten oft fragmentiert oder schwer zugänglich. KI stößt hier an Grenzen, wenn es um die Einordnung komplexer Zusammenhänge oder branchenspezifischer Besonderheiten geht.

Lesen Sie hier, wie Sie komplexe Themen erfassen und abfragen können.

2. Fehlende Kontextkompetenz und Einordnungsfähigkeiten
KI kann zwar Datenmuster erkennen, stößt aber bei der Interpretation komplexer Zusammenhänge und kultureller Nuancen an Grenzen. Gerade bei offenen, qualitativen Antworten oder bei der Bewertung von Innovationen bleibt der menschliche Faktor entscheidend. KI kann unterstützen, aber nicht ersetzen, wenn es um die Einordnung aktueller Trends oder die Ableitung praxisrelevanter Empfehlungen geht.

Das Bild zeigt eine abstrakte digitale Darstellung zum Thema Datenverarbeitung im Kontext Künstlicher Intelligenz. Zu sehen sind Netzwerke, Lichtpunkte und -linien.
Der Einsatz von KI in der Marktforschung birgt auch Herausforderungen. Foto: Issaronow – stock.adobe.com

Best Practices: KI als Werkzeug, nicht als Ersatz

KI entfaltet ihren größten Mehrwert dort, wo große Datenmengen schnell und zuverlässig analysiert werden müssen.
Bei der Konzeption von Fragebögen, der Interpretation komplexer Zusammenhänge und der redaktionellen Aufbereitung von Ergebnissen bleibt menschliche Expertise jedoch unverzichtbar. Die besten Ergebnisse werden erzielt, wenn KI und Marktforscher Hand in Hand arbeiten: KI übernimmt die schnelle Auswertung großer Datenmengen, während erfahrene Research-Teams die Ergebnisse interpretieren, einordnen und zielgruppengerecht aufbereiten – die Zukunft der Marktforschung liegt in der klugen Kombination beider Ansätze.

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