Umfrage

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Der Begriff Umfrage bezeichnet eine Form der Informationsgewinnung. Richtig vorbereitet und eingesetzt liefert diese Erkenntnisse, die trotz einer geringeren Anzahl an befragten Personen auf größere Zielgruppen übertragbar sind. Dies ist abhängig von der Frage, ob die Umfrageergebnisse als repräsentativ zu bewerten sind.

Vorbereitung einer Umfrage

Vor dem Start der Umfrage erfolgt die Vorbereitung, wobei zu Beginn die Frage nach dem Erkenntnisinteresse und den Zielen der Umfrage steht. Dafür ist die Zielgruppe zu bestimmen und die Frage was durch die Studie ermittelt werden soll, möglichst genau zu beantworten, bevor die Erstellung des Fragebogens beginnt. Hier bieten sich verschiedene Möglichkeiten der Gestaltung an, zu trennen in offene und geschlossene Fragen. Bei offenen Fragen sind keine Antwortmöglichkeiten vorgegeben und die Teilnehmenden in ihrer Antwort frei. Hier lassen sich oftmals spannende Eindrücke gewinnen, aber die Vergleichbarkeit der Daten in der späteren Auswertung ist nicht gegeben. Oftmals eignet sich daher eine Umfrage mit genormten Fragen besser, wobei auch eine Mischung beider Fragetypen denkbar ist. Meist werden zudem in die Gestaltung des Fragebogens auch Fragen zu verschiedenen Parametern eingebaut, wie beispielsweise Geschlecht, Alter oder Einkommensgruppe, die zur späteren Gruppierung der Antworten der Befragten dienen können.

Formen von Umfragen

Auch die Form der Umfrage ist von Bedeutung. Dabei gibt es Persönliche Umfragen, die face-to-face geführt werden. Ein Beispiel wäre der aufgebaute Umfragestand in einer belebten Fußgängerzone. Hierbei ist es schwierig die genaue Zielgruppe anzusprechen, dafür können Hilfsmittel eigesetzt werden. Je nach angestrebter befragter Personenzahl können die Kosten recht hoch sein. Eine weitere Form sind telefonische Umfragen, die geeignet sind für eine genaue Auswahl einer Zielgruppe. Diese Umfragen gelten als schnell und kostengünstig und sind oftmals computergestützt (CATI – Computer Assisted Telephone Interview). Durch die größere Anonymität sind die Antworten der Befragten bei kniffligen Fragen teilweise ehrlicher. Nachteil ist hier eine geringe Teilnehmerbereitschaft. Oftmals reagieren die Befragten ablehnend und durch das Wegfallen von Hilfsmitteln kann die Umfrage nur von kurzer Dauer sein, um ein Ermüden der Befragten und den Abbruch durch diese zu verhindern. Eine weitere Form der Umfrage ist die schriftliche oder postalische Umfrage. Hierbei werden die Befragten persönlich angeschrieben und die Umfragen können mit Hilfsmitteln unterstützt werden. Auch bei dieser Umfrageform ist eine recht genaue Abgrenzung der definierten Zielgruppe möglich. Nachteile sind hier die vergleichsweise hohen Kosten, eine geringe Teilnehmerbereitschaft und geringe Kontrolle darüber, wer die Umfrage beantwortet. Eine der meist genutzten Umfrageformen ist die Online-Befragung. Vorteile sind hier die schnelle Verfügbarkeit von Ergebnissen und die vergleichsweise geringen Kosten. Nachteile sind hier eine Unterrepräsentanz von bestimmten Zielgruppen (bspw. Senioren), eine hohe Anzahl von Befragten, welche die Umfrage abbrechen, die Gefahr, dass Befragte die Umfrage mehrfach ausfüllen und eine starke Anonymität der Befragten, welche das Antwortbild verzerren kann. Des Weiteren existieren Mischformen aus verschiedenen Umfragetypen.

Bereinigung der Daten

Nach der Umfrage steht die Arbeit mit den erhaltenen Daten im Vordergrund. Ausreißer in den Antwortsets müssen identifiziert und gelöscht werden, die Ergebnisse nach den Parametern gruppiert und ausgewertet werden und die Validität und Reliabilität der Daten muss fortlaufend überprüft werden. Die Qualität einer Umfrage lässt sich anhand des Grades der Standardisierung, der Struktur der Umfrage, der Validität der Ergebnisse, der Auswahl und Anzahl der Befragten, der Form der Umfrage und der Repräsentativität beurteilen. Informationen, die mittels Umfragen gewonnen werden, sollten stets kritisch hinterfragt werden, da Fragen nicht immer die beabsichtigten Informationen erheben. Fragen können falsch verstanden, falsch interpretiert oder aus Scham falsch oder nicht beantwortet werden. Dies kann zu Verzerrungen führen und die Validität der Daten trüben.

Hinweis

Bitte beachten Sie, dass es sich bei den einzelnen Begriffserklärungen in unserem Glossar um vereinfachte Erläuterungen handelt. Jeder dieser Begriffe ist zudem aus einer Unternehmensperspektive heraus beschrieben und zum besseren Verständnis gekürzt definiert. Insofern besteht die Möglichkeit, dass einzelne Definitionen nicht zur Gänze wissenschaftlichen Standards entsprechen.

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